Glutenhype - Angst vor Getreide? Oder ist es doch gut für den Körper?

Aktuell gibt es unzählige Artikel und Berichte im Bezug auf Getreide. Viele verschreien es, viele halten gegen… Einige sagen, dass Getreideprodukte uns krank und dumm machen, andere sagen, da seien wertvolle Nährstoffe enthalten. Aber was ist wahr? Im Endeffekt ist es ja so, dass seit Jahrtausenden Brot gegessen wird und tatsächlich auch Hauptbestandteil der Ernährung war. Hat sich daran was geändert? Und ist es begründet, dass viele vor dem 'oh so schädlichen Gluten' warnen?

 

 

 

Zu allererst will ich sagen, dass die meisten Artikel oder Bücher dazu im Kern oder teilweise stimmen, beide Behauptungen sind also nicht irgendwie aus der Luft gegriffen. Jetzt müssen wir  nur noch herausfinden, wer in welchem Punkt recht hat. Und dafür müssen wir uns einmal das Getreidekorn als solches anschauen:

 

 

 

Ein Getreidekorn besteht aus einer Samenschale, einem Mehlkörper und einem Keimling und genau das Zusammenspiel dieser 3 Komponenten ist wichtig.

 

Der Mehlkörper besteht zum Größten Teil aus Stärke (also liefert viel Energie).

 

In der Samenschale und im Keimling befinden sich die wichtigsten Stoffe (Ballaststoffe, Proteine, Antioxidantien, Omega-3-Fette, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und einige weitere wichtige Substanzen).

 

Meistens wird das Getreide fein gemahlen und der größte Teil des Keimlings und der Samenschale entfernt, sodass der stärkehaltige Mehlkörper übrigbleibt. Das ist dann das klassische Weißmehl, aus dem die meisten Brote, Gebäck und Nudeln hergestellt werden. Problem dabei ist, dass da nicht mehr die wichtigen Ballaststoffe, Proteine und Spurenelemente enthalten sind, die dem Darm erst ermöglichen das Getreide aufzuspalten und ordentlich zu verdauen. Und da das schöne Weißmehl fast ausschließlich aus Stärke besteht, setzt das sich super schnell an den Hüften, in den Blutgefäßen und in den Darmtaschen ab.

 

 

Somit erkennen wir schnell, dass der Körper gut was mit dem ganzen Korn anfangen kann und alle Bestandteile des Getreides verarbeiten kann und es dann sogar wertvolle Nährstoffe liefert.

 

Wenn man Mehl kauft, steht auf der Packung immer ein Type (405, 550, 630, 812, 930, 1050), der aussagt, wie viel mg Mineralstoffe pro 100 g Mehl enthalten sind. Je höher dieser Wert, desto besser ist es. Am besten ist es tatsächlich, wenn Vollkornmehl drauf steht oder noch besser, wenn ihr euer Mehl selber mahlt, dann habt ihr das Optimum an Nährstoffen frisch enthalten.

 

 

Fazit: VOLLKORNPRODUKTE bereichern den Körper und liefern wertvolle Nährstoffe. Mit Weißmehl kann der Körper nicht viel anfangen, es liefert schnelle Energie, die schnell verpufft, den Insulinspiegel ansteigen lässt und schnell dick machen und zu Konzentrationsschwäche führen kann.

 

Also backt euer Brot am besten selbst und mit Vollkornmehl, dann umgeht ihr den Zucker und die Konservierungsstoffe, die in gekauftem Brot meist enthalten sind und ihr wisst am Ende was drin ist und was ihr eurem Körper liefert. Verwendet statt normalen weißen Nudeln, Vollkornnudeln. Und dann braucht ihr euch keine Sorgen und Stress mehr machen, wenn ihr vor jeder 2. Mahlzeit überlegt, ob es jetzt okay ist Getreide zu essen.

 


Verfasst von Rebecca