Ergibt es überhaupt Sinn, sich Ziele zu setzen?

Das alte Jahr geht zu Ende, das neue Jahr steht vor der Tür und man reflektiert das alte Jahr und macht sich Gedanken, was im neuen Jahr anders laufen soll und welche Ziele man verfolgen möchte. Warum macht man das? Weil alle es machen? Oder weil man auf etwas hinarbeiten möchte und einen Sinn in dem sehen möchte was man macht?

Eine Freundin von mir setzt sich gar keine Ziele. Sie sagt, wenn sie etwas erreichen möchte, fängt sie direkt mit der Umsetzung an, anstatt Pläne zu machen, was und wie etc... Sie erreicht auch viel, aber die meisten Menschen sind nicht so wie sie. Und das Problem dabei ist, dass es auch nicht wirklich messbar ist. Am Ende des Jahres kann sie nicht sagen: "Das habe ich mir vorgenommen und das habe ich auch wirklich durchgezogen."

 

Ich habe ein paar Entscheidende Punkte, wie ihr eure Ziele klar definieren und auch erreichen könnt.

 

Zeit, Ort, Form

Früher sahen mein Zettel mit Zielen für das neue Jahr meist so aus:

- Mehr Sport machen

- Engagierter auf Arbeit sein

- Mich weiterbilden

- Mehr spirituelle Zeit

- Mich gesünder ernähren

- Mehr in meine Ehe investieren

Kennt ihr das? Und dann schaut man auf das vergangene Jahr zurück und versucht (subjektiv) zu analysieren, ob man seine Ziele erreicht hat.

 

Entscheidend wichtig ist, seine Ziele klar zu definieren:

- Ich werde bis Mai 10kg abnehmen

- Ich werde jeden Tag eine halbe Stunde lesen um mich weiterzubilden

- Ich werde jeden Morgen um 6 Uhr aufstehen um meine Morning Routine/Spirituelle Zeit/Was auch immer euch da wichtig ist zu haben

- Ich werde meine Ernährung so anpassen, dass ich nur noch einen Tag in der Woche Zucker konsumiere

Seht ihr den Unterschied. Plötzlich sind diese Ziele knochenscharf definiert und messbar. Es ist ganz klar, was ihr wann und wo machen wollt.

Dadurch ist es auch wesentlich anspornender und motivierender. Denn jedes Mal, wenn du es umgesetzt hast, wirst du zu 100% ein Erfolgserlebnis haben und am Ende stolz auf ein objektiv erreichtes Ziel sein.

 

Positiv-Formulierung

Unser Gehirn reagiert äußerst spannend darauf, ob etwas positiv oder negativ formuliert ist. Wenn es negativ ist, haben wir ständig das Gefühl etwas zu verpassen oder nicht zu dürfen. Das macht keinen Spaß und führt uns schnell zum aufgeben.

Wenn wir etwas stattdessen positiv formulieren, haben wir ein Ziel vor Augen, das wir ansteuern, nicht eins, von dem wir weg wollen. Und das macht deutlich mehr Spaß, weil wir uns immer wieder vor Augen halten, wo wir hin möchten.

 

Für wen und warum?

Oft denken wir gar nicht darüber nach, warum wir uns das jeweilige Ziel gesetzt haben. "Es klingt gut", "Alle setzten sich das zum Ziel", "Kommt gut an"...

Dabei ist das "warum" absolut entscheidend, denn davon hängt unser Erfolg oder Misserfolg ab.

Es kommt nämlich echt häufig, meist unbewusst, vor, dass wir das Ziel setzen, weil andere das von uns erwarten oder wir es als notwendiges Übel sehen um ein anderes unbewusstes Ziel zu erreichen (wie beliebt zu sein, von anderen als hübsch/schlau/gesellig/sportlich eingestuft zu werden). Aber diese Gründe kommen nicht von ganzem Herzen und guten Absichten. Und somit frustriert man schnell und gibt auf.

Geh mal in dich und finde heraus, ob nicht vielleicht Angst, Neid und Vergleichen zu den Gründen gehört, aus denen du dieses Ziel setzt. Das will man sich ja meist nicht eingestehen, aber da ist diese ganz leise Stimme, die uns sagt, ob es einer dieser Gründe ist.

Z.B. "Ich will 10 kg abnehmen, damit ich auch so schön schlank bin, wie meine Freundin."(Neid)  oder "Ich muss mich jetzt auch so viel Sport treiben, sonst gehöre ich nicht mehr dazu." (Angst) oder "Jeder berichtet auf Instgram von seiner Morning-Routine, ich muss das auch machen." (Vergleichen).

"Des Glückes Tod ist der Vergleich"

Sei authentisch, setze Ziele, wo du voll hinter stehst. Wenn du rein rational weißt, dass du eine gesündere Ernährung brauchst, dann finde heraus, warum das für dich wichtig ist und was passiert, wenn du es nicht änderst.

 

Was hängt davon ab?

Es ist sehr hilfreich, sich einmal bildlich vorzustellen, was passiert, wenn du das Ziel erreichst und was passiert wenn du es nicht erreichst. Das zeigt dir die Wichtigkeit deines Zieles auf. Wenn du dir nämlich bewusst wirst, was dabei auf dem Spiel steht, setzt das eine ganz andere Motivation in dir frei. Wenn du allerdings einmal das worst und best case Szenarion vor deinen inneren Augen abgespielt hast, fokussiere dich auf das best case Szenario, also darauf, was so großartig daran ist und was passiert, wenn du das Ziel erreichst.

 

Wie erreiche ich das Ziel?

Bevor es jetzt mit der Umsetzung deiner Ziele losgehen kannst, solltest du noch ein paar Hilfestellungen berücksichtigen.

Schreibe dir auf, wie genau du das Ziel erreichst und was genau du wann, wo und wie machst. Setze Zwischenziele und terminiere sie. Dann hast du direkt die Step-by-Step Anleitung an der Hand und musst nur noch umsetzen. Dann hast du nämlich auch garantiert, dass du deine Ziele erreichen wirst.

 

Setze deine Ziele hoch

Die Grenzen, von denen du glaubst, dass sie da sind, existieren nur in deinem Kopf. Keiner sagt dir, wie groß deine Ziele sein dürfen. Wenn du der Meinung bist, dass du nur 10 kg abnimmst dieses Jahr, dann wirst du auch nicht mehr abnehmen. Aber nur weil alle sagen, dass das realistisch ist, sollte das doch nicht dein Limit sein. Solange du dir das einredest, wirst du auch nicht weiter als das kommen. Setze dir das Ziel das du gerne hättest, egal wie groß es ist. Und dann findest du einen Weg es umzusetzen. Es gibt immer einen Weg! Die Frage ist nur, ob du bereit bist, den Preis dafür zu bezahlen und dich da rein zu hängen.

Dir stehen alle Türen offen! Also limitiere dich nicht! Geh aufs Ganze! Ich bin mir sicher, dass das neue Jahr ein voller Erfolg wird!

Verfasst von Rebecca