Säulen der Gesundheit

Ich hatte letzte Woche ein interessantes Gespräch mit einem ganz frischen Medizinstudenten. Wir kamen auf das Thema Ernährung zu sprechen und er fragte mich, was ich denn meinen Klienten so rate und auf welcher Grundlage ich ihnen die unterschiedlichsten Dinge empfehle. Von meiner Antwort war er nicht so begeistert und meinte, dass Ernährung ja nicht alles sei, dass der menschliche Körper viel zu Komplex sei, als dass Ernährung da einen so immensen Einfluss nehmen könnte und dass man aus medizinischer Sicht da nicht genügend fundierte Studien hätte, um dem den Wert beizumessen, wie ich es tue.

Ja, ich bin dankbar für die Medizin in viele Fällen, wenn man sich ein Bein gebrochen hat oder die Organe so tief beschädigt sind, dass sie "auseinanderfallen". Da kann man mit Ernährung tatsächlich nur begrenzt Abhilfe leisten. Und ich stimme dem auch zu, dass der menschliche Körper ein faszinierender Organismus ist, der sehr viel selber hinkriegt und gewissermaßen auch Selbstheilungskräfte hat. Aber irgendwoher muss der Körper ja die Energie und Nöhrstoffe kriegen um zu arbeiten.

Und ich habe mich in viele Studien und Meta-Studien reingelesen, damit ich auch das, was ich tue, begründen kann. Im Endeffekt sprechen die Ergebnisse doch für sich: Wenn Leute sich auf Grund einer guten Ernährungsumstellung fitter, gesünder, energiegeladener fühlen und ein stärkeres Immunsystem haben, dann bin ich doch der Meinung, dass das ein sehr mächtiges Instrument ist.

 

Wenn es um Gesundheit geht, muss man allerdings mehrere Komponenten im Auge behalten. Der Körper ist so spannend: Geist, Seele und Leib hängen da zusammen. Ich möchte euch ein wenig erklären, wie das aussieht, weil ich festgestellt habe, dass dieser Zusammenhang einen gravierenden Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden nimmt.

 

Wir Menschen gleichen einem ziemlich komplexen Uhrwerk. Fällt darin ein Zahnrad aus, kann sich die Fehlfunktion an einer anderen Stelle äußern. Deshalb wäre es als Uhrenmachen gedankenlos, nur den Punkt zu reparieren, bei dem sich ein Problem äußert.

Genau das machen allerdings sehr viele, wenn es um den Körper geht. Du hast Kopfschmerzen? - Klar, dann nimmt man eine Aspirin. Aber dass die Kopfschmerzen von zu wenig Wasser, frischer Luft und Bewegung kommen, darauf kommt man nicht. Oder man hat nicht die Motivation was daran zu ändern. Stattdessen schiebt man sich lieber Chemie (Schmerzmittel sind chemisch hergestellt) rein und nimmt an, dass das Problem damit gelöst sei. Dabei hat man nur das Symptom behoben.

 

Also wenn unser Körper uns irgendein Signal sendet, ob Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, ein kratzen im Hals oder ein grummeln im Magen, ist das meist ein Hinweis darauf, dass irgendwo anders was im Körper was schief läuft.

 

Was man ja heutzutage weiß ist, dass unsere Organe in Korrelation zueinander stehen und sich gegenseitig beeinflussen. Wenn eines streikt, wird es sich auf andere auswirkem können.

Genauso kann unsere seelische Verfassung, geprägt von Erfahrungen und Einstellungen zum Leben, Einfluss auf unseren Körper nehmen. Dabei werden synaptische Verknüpfungen in unserem Gehirn durch Gedanken kreiert, die Emotionen hervorrufen können.

Deswegen ist es total wichtig einen ganzheitlichen Blick zu haben. Magenschmerzen können ein Grund für eine falsche Ernährung sein, oder aber für zu viel Stress oder für eine emotionale Belastung.

 

Ihr kennt doch bestimmt Aussagen, wie: "Bei dem Gedanken, dreht sich mir der Magen um", also die Vorstellung von etwas kann eine organische Reaktion hervorrufen. Oder: "Das hängt mir bis zum Halse raus", Halsschmerzen sind oft ein Zeichen dafür, dass man Dinge nicht ausspricht, die einen extrem ärgern oder verletzen, das steck dann im Hals fest, bis man nicht mehr kann. Halsschmerzen können aber auch einfach nur ein Zeichen dafür sein, dass ihr im Winter zu nackig raus gelaufen seid und euch erkältet habt.

 

Schlechte Haut deutet oft auf zu viel "Junk Food", also nährstoffarmes, meist zu fettiges und süßes Essen, hin. Eine Mangelernährung kan unzählige Auswirkungen haben, auch ernsthafte Erkrankungen und Krebs können daraus entstehen, oder sogar Depressionen. Ihr seht es hängt alles zusammen.

 

Hier ein paar TIPPS, wie ihr da eine Balance schaffen und all diese Komponenten in den Alltag integriert bekommt:

Ernährung

Esst mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag, am besten von jeder Farbe ein Stück. Es gibt auch andere Wege, alle Nährstoffe, die der Körper braucht, aufzunehmen. ACHTET DARAUF! Und vermeidet Lebensmittel, die euch krank, dick und schlapp machen, also Junk Food, Zucker, Transfette etc. Lieber viel Frisches und gute Öle.

 

Fitness

Guckt, dass ihr euch am Tag genug bewegt. Ihr könnt den Tag mit einer kleinen Stretching Routine starten. Das fördert die Durchblutung und "weckt" die Muskeln auf, damit sie direkt anfangen auf hochtouren für euch zu arbeiten.

Guckt, dass ihr min. 3x die Woche so richtig ins Schwitzen kommt. HIIT Training eignet sich super, weil ihr in sehr kurzer Zeit einen sehr hohen Effekt erzielen könnt.

 

Entspannung

Entspannung ist genau so wichtig, wie zwischendurch richtig Gas zu geben. Der Körper braucht Zeit um seine Batterien wieder aufzuladen. Findet heraus, was für ein Typ Mensch ihr seid, ob ihr ein "Powernap" zwischendurch braucht, einen Spaziergang macht, eine halbe Stunde lang ein gutes Buch lest oder meditiert. Meditieren ist so ein abgedroschenes Wort für viele. Aber im Endeffekt meint es nur, dass man sich hinsetzt, mal ganz ruhig ist, alle Gedanken zur Seite schiebt, die auf einen zukommen und einfach mal in sich rein hört. Oder man kann über ein bestimmtes Thema meditieren oder beten. Achte dabei auf deinen Atem, nimm die Luft und die Stille um dich herum wahr. Das ist kein Hokus Pokus, sondern einfach die Art, wie unser Körper und Gehirn funktionieren. Wir wurden ja nicht ohne Grund mit 5 Sinnen geschaffen.

Es gibt viele Tools, wie man sich entspannen oder neu fokussieren kann. Such dir das aus, was am besten zu dir passt und nimm dir unbedingt die Zeit runterzufahren. Danach gehts dann mit vollen Batterien weiter.

 

Einstellung

Mache dir jeden Tag bewusst wofür du dankbar bist. Gerade wenn du einen Durchhänger hast oder schlecht drauf bist, sage dir wofür du dankbar bist und wofür du das alles machst. Manchmal bin ich total genervt von den Kids (ihr als Mamas, werdet bestimmt verstehen, wovon ich rede), gerade wenn die dann nur schlecht drauf sind oder unzufrieden oder krank, aber wenn ich mir dann vor Augen halte, dass das MEINE KINDER sind, für die ich die Verantwortung hier habe und mir dann vorstelle, wie ich sie in 15 Jahren sehe und was ich möchte, zu welchen Menschen sie mal werden, dann kriege ich wieder einen ganz anderen Blick für sie und gehe auf einmal ganz anders mit ihnen um.

Dankbarkeit ist und nur eins von vielen Tools, es ist aber unfassbar mächtig und ein einfacher Start für jeden.

Verfasst von Rebecca