Wie du deine Ernährung praktisch umstellen kannst – Teil 1

Die Antwort auf die Frage warum du deine Ernährung umstellen sollst ist leicht beantwortet. Man fühlt sich fitter, sieht gesünder aus, hat mehr Energie, ist weniger müde und krank. Aber für viele scheitert es an der Umsetzung, besonders wenn man an die Kinder denkt, die doch ach so sehr ihre Schokopops zum Frühstück lieben und den Stress wegen der täglichen Ration Süßigkeiten möchte man sich doch eigentlich auch am liebsten ersparen. Seien wir mal ganz ehrlich – Veränderungen machen nicht immer Spaß. Aber ich kann euch versichern, dass eine Ernährungsumstellung auch Spaß machen kann. Bei uns gab es keinen festen Tag an dem wir unsere Ernährung umgestellt haben. Es war ein jahrelanger Prozess, der auch über heute hinaus noch andauert.

 

 

Das ist auch meine persönliche Empfehlung an euch – stellt eure Ernährung Schritt für Schritt um! Natürlich darfst du auch von jetzt auf gleich alles verändern, aber das sei jedem selbst überlassen. In den kommenden Blogartikeln möchte ich euch einige praktische Tipps zur Umsetzung weitergeben, die uns bis jetzt sehr geholfen haben. Ich werde die Tipps in mehrere Artikel aufteilen, da es den Rahmen für einen Artikel einfach sprengen würde. Probiert die Dinge nach und nach aus und schaut, was für euch gerade machbar ist.

 

 

1. Der Einkauf – als wir unsere Ernährung umgestellt haben, habe ich damit angefangen beim Einkaufen verstärkt auf die Inhaltsstoffe / Zutaten eines Produktes zu achten. Das kostet am Anfang tatsächlich Zeit und man fühlt sich eventuell auch komisch, wenn man jedes Produkt genau unter die Lupe nimmt. Aber mit der Zeit bekommt man Übung und kann schnell zwischen einem guten und einem schlechten Lebensmittel unterscheiden. Mich verwundert es immer noch wie manche Produkte aus bis zu 40 Zutaten bestehen, von denen mir nur die wenigsten bekannt sind – Lebensmittel bestehen heutzutage aus so vielen Farb- und Konservierungsstoffen, Zucker und anderem Mist. Deswegen kommen wir auch direkt zu Punkt 2.

 

 

2. Obst und Gemüse – wie viel Zeit verbringst du in der Obst- und Gemüseabteilung? Wenn man sich gesund ernähren möchte, kommt man einfach nicht darum herum viel frisches Obst und Gemüse zu essen. Für manche stellt dies vielleicht die größte Herausforderung dar! Mittlerweile verbringe ich dort tatsächlich die meiste Zeit meines Einkaufs. Starte doch einfach damit die empfohlenen 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag zu dir zu nehmen. Ich habe zur Arbeit oft eine Dose mit Rohkost mitgenommen (Möhre, Paprika, Gurke, kleine Cherrytomaten, Apfel, Heidelbeeren etc….), um meine Portionen pro Tag zu schaffen. Oder wie wäre es statt der Fertigpizza mal mit einem großen, frischen Salat mit Thunfisch, Ei, Avocado, Paprika, Blattsalat, Tomate, Gurke, Mais und Feta? Da bekomme ich glatt schon wieder Hunger, also kommen wir lieber schnell zu Punkt 3. Nur noch ein kleiner Tipp zum Schluss – als ich anfing mehr mit frischem Gemüse zu kochen, hab ich immer mal wieder einfach Gemüse in den Einkaufswagen gelegt, das ich noch nicht kannte und mir dann Zuhause ein passendes Rezept herausgesucht, um das Produkt dann zu verwerten. Dabei sind schon tolle Dinge aus z.B. Fenchel, frischer roter Beete, Petersilienwurzel, Pastinake, Süßkartoffel oder Zuckerschoten entstanden.

 

 

3. Gesund snacken – immer etwas für unterwegs dabei zu haben, gerade an stressigen Tagen, ist äußerst wichtig. Ich beuge damit Heißhungerattacken und extremen Blutzuckerschwankungen vor. Das ist total einfach – ein bisschen Obst oder Trockenobst und eine kleine Dose mit verschiedenen Nüssen reichen schon aus „wenn der kleine Hunger kommt“. Lidl hat übrigens eine super Abteilung mit Nüssen jeglicher Art (Pekannüsse, Cashewkerne, Mandeln, Walnüsse, Paranüsse etc.), falls es dir noch nie aufgefallen ist. Manch einer mag jetzt schon Panik bekommen, weil Nüsse ja ach so fettig sind. Ich snacke Nüsse in verschiedenen Formen (z.B. Mandelmus zusammen mit einer Dattel) und das fast täglich und nehme trotzdem kontinuierlich ab. Also keine Sorge!

 

Nicht nur mein Sohn liebt es, wenn ich einen bunten Teller mit verschiedenem Obst und Gemüse auf den Tisch stelle. Schon geschnitten und nett angerichtet, denn das Auge isst ja bekanntlich mit. So animierst du deine ganze Familie mehr Obst und Gemüse zu essen, statt direkt zum Süßigkeitenschrank zu gehen. Zum Umgang mit Kindern und Süßigkeiten wird es mal einen eigenen Blogartikel geben ;-)

 

 

4. Gesund trinken – zu einer gesunden Ernährung gehört ja nicht nur das Essen, sondern auch das, womit wir unseren Durst gerne stillen. Dazu gehören meiner Ansicht nach keine zuckerhaltigen Getränke und Säfte. Durst wird mit Wasser gelöscht lautet die Devise! Besonders wenn Kinder mit im Haushalt leben, sollte dies umso wichtiger sein. Du kannst deinen Kindern nicht die Cola verwehren und dann selbst literweise in dich hineinschütten. Du bist ein Vorbild! Auch hier darfst du natürlich schrittweise vorgehen, wenn dir eine komplette Umstellung zu radikal ist – fange an Säfte mit Wasser zu mischen. Wenn es irgendwo Saft gibt (auf den Kinder natürlich sofort anspringen), dann weiß mein Sohn, dass dieser immer mit Wasser gemischt und nicht pur getrunken wird – das haben wir ihm so beigebracht. Zuhause gibt es bei uns keine Säfte oder zuckerhaltigen Getränke, sodass es gar nicht erst zu Diskussionen kommt. Und wer dann noch stilles Wasser aus der Leitung trinkt, tut auch seinem Geldbeutel etwas Gutes ;-) P.S. Wir gönnen uns auch mal das ein oder andere Glas Wein, Bier oder einen Gin Tonic – der Genuss soll ja nicht auf der Strecke bleiben….

 

 

Das war es erst einmal für heute. Der zweite Teil wird „süß“ - mehr möchte ich noch nicht verraten, also seid gespannt!

 

Verfasst von Bianca