Wie du deine Ernährung praktisch umstellen kannst – Teil 2

Wie versprochen soll der heutige Teil „süß“ werden. Denn wer kennt das Gefühl nicht? Ein (oder ein paar mehr) schönes Stück Schokolade nach dem Mittagessen zusammen mit einem Espresso...Oder ein erfrischendes Eis gerade bei diesen heißen Temperaturen...Oder das schöne Stück Torte...Die Liste könnte ich wahrscheinlich ewig weiterführen. Zucker an sich ist nicht das größte Problem – bei diesen Beispielen ist der Zucker ja offensichtlich. Man gönnt sich etwas ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Aber darum soll es heute nicht gehen. Denn ich möchte euch zeigen, dass man bei einer Ernährungsumstellung mal einen Blick auf die versteckten Dinge werfen sollte. Und so komme ich auch direkt zu meinem ersten Punkt:

 

 

1) Versteckter Zucker: wusstest du, dass mittlerweile fast in allen verarbeiteten Lebensmitteln Zucker versteckt ist? Selbst in dem vermeintlich gesunden Hummus-Dip, den ich mir letztes Mal aus Zeitnot im Supermarkt kaufen wollte – da ist mir der Appetit dann aber doch vergangen, als ich gesehen habe, dass dieser Zucker enthält. Zucker hat unglaublich viele Decknamen und man muss schon fast Detektiv spielen, um den Zucker zu entlarven. Oder wusstest du auf Anhieb, dass hinter Begriffen wie Dextrose, Raffinose, Fruktose-Glukose-Sirup, Maltose, Gerstenmalzextrakt usw. eigentlich nur Zucker steckt? Dabei hört sich ein Begriff wie „Gerstenmalzextrakt“ doch fast schon gesund an. Achte beim nächsten Einkauf verstärkt auf die Angabe von Zucker (du findest es unter „Kohlenhydrate, davon Zucker“). Es ist erschreckend wie viel Gramm Zucker manchmal auf 100g zu finden sind! Besonders Produkte wie z.B. Müsliriegel haben oft einen hohen Zuckeranteil, obwohl uns suggeriert wird, dass das Produkt so gesund ist. Achte beim nächsten Einkauf einmal gezielt darauf und du wirst erstaunt sein!!!

 

 

2) Den Gaumen neu programmieren: meine absolute Lieblingsschokolade waren schon immer Kinderriegel. Mhhhh….so lecker! Und ich hätte es niemals für möglich gehalten, dass diese mir eines Tages tatsächlich zu süß sein könnten! Ich glaube es liegt daran, dass ich meinen Gaumen quasi neu programmiert habe, indem ich besonders in den letzten Monaten komplett auf Süßigkeiten verzichtet habe. Das ist für einige wahrscheinlich eine wahnsinnige Herausforderung. Ich habe über die Zeit immer wieder den Kakaoanteil bei Schokolade erhöht, bis ich letzten Endes bei der 80%-igen Schokolade angekommen bin, die mir tatsächlich schmeckt (und auch meinem 4-jährigen Sohn by the way). Hätte ich vom Kinderriegel direkt dahin gewechselt, hätte ich die dunkle Schoki wahrscheinlich nur mit größter Mühe und ohne jeglichen Genuss verdrücken können Aber die schrittweise Umstellung hat das Ganze erleichtert (und mittlerweile brauche ich überhaupt keine Schokolade mehr). Du fragst dich jetzt vielleicht was meine Alternativen sind? Dann machen wir weiter mit Punkt 3.

 

 

3) Süßes ist erlaubt, aber bitte richtig: Ich möchte euch noch ein paar Beispiele nennen, die mir während der Ernährungsumstellung geholfen haben nicht komplett auf Süßes zu verzichten. Als Snack nehme ich mittlerweile getrocknetes Obst in Kombination mit Nüssen, z.B. Medjool-Datteln mit Mandelmus gefüllt. Das schmeckt für den einen oder anderen vielleicht anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich finde es köstlich. Auch mein Sohn isst gerne getrocknete Aprikosen (an Datteln traut er sich noch nicht heran). Und besonders jetzt wo es so heiß ist, verlangt unsere Zunge ja förmlich nach Eis – wie wäre es statt dem herkömmlichen Eis mal mit einem„frozen yoghurt“, welches nur aus griechischem Joghurt, Zitronensaft, Vanille und etwas Ahornsirup besteht? Ist super einfach in der Herstellung und schmeckt nicht nur den Großen (das ist übrigens das Titelbild des heutigen Artikels)! Mit meinem Sohn haben wir diese Woche selbst Eis gemacht – und leichter geht es nun wirklich nicht: frische Erdbeeren mit etwas Limettensaft und einem kleinen Spritzer Agavensirup pürieren, in kleine Behälter füllen und einfrieren. Das tut auch dem Geldbeutel gut und den Kindern schmeckt es auf jeden Fall. Werdet kreativ, denn man kann so ziemlich jedes Obst dafür benutzen: Mango, Orange, Himbeeren, Banane…Und damit komme ich zu meinem letzten Punkt.

 

 

4) Du bestimmst wie viel Zucker du zu dir nimmst: ich kaufe beispielsweise keine Erdbeerjoghurts mehr, da der Fruchtanteil darin ein schlechter Scherz ist. Und der Zuckeranteil lässt einem die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Stattdessen „zaubern“ wir regelmäßig mit meinem Sohn aus weißem Naturjoghurt einen roten Joghurt (frische Erdbeeren zerquetschen und mit Joghurt mischen, das kann ja wohl jeder). Man kann Kinder so leicht für solche Dinge begeistern und ihnen nicht schon von Anfang an die Geschmacksnerven verderben. So bestimmst du die Menge der Zutaten und vor allem, wie viel Zucker ihr zu euch nehmt. Das ist nur ein kleines Beispiel wie ich Zucker aktiv vermeide. Ich bin sicher, dass auch du Wege finden wirst, um aktiver auf Zucker zu achten.

 

Ich werde euch demnächst einige Bücher zum Thema Zucker vorstellen, die mir sehr weitergeholfen haben das Thema besser zu verstehen! Also bleibt dran und viel Erfolg auf der Suche nach dem versteckten Zucker ;-) Lasst euch gesagt sein: er ist leichter zu finden als man glaubt!

 

Verfasst von Bianca