Selbstannahme und Liebe zu deinem Körper (inkl. "Mamabauch")

Erinnerst du dich noch? Der Riesenbauch... wir haben das Baby gespürt und uns darauf gefreut. Dann die ersten Tage nach der Geburt...totale Verliebtheit. Oder war es bei dir anders?

 

Als ich meine Tasche für das Geburtshaus packte, überlegte ich, welche Hose ich wohl nach der Geburt anziehen würde, um wieder nach Hause zu fahren. Mir wurde gesagt: "Eine, die dir im 4. Monat gepasst hat." Das waren meine normalen Hosen. In der 1. Schwangerschaft hat es echt lange gedauert bist der Bauch zu sehen war und ich Schwangerschaftshosen anziehen musste. Aber von wegen...die passte nach der Geburt auch nicht mehr.

 

Ich war mega happy über das Baby und alles lief traumhaft. Aber mein Bauch frustrierte mich schon die ersten Wochen nach der Geburt. Ich fragte mich warum es nicht schneller ging. Und dann diese paar Kilos, auf denen man die ersten Monate (oder bei einigen auch Jahre) festsitzt.

 

Ja klar, ich habe mir gesagt "Das ist normal", "Bleib entspannt", "Es braucht Zeit"... Aber ich habe auch die anderen Frauen gesehen, die diesen Bauch nicht hatten. Das war einfach nur frustrierend. Ich wollte wieder schlank sein!

Und da zu lernen mich selbst anzunehmen und zu lieben ist echt schwer.

 

Ich habe hart gearbeitet, an meiner Ernährung (obwohl ich da ja auch nicht komplett auf Kohlenhydrate verzichten konnte, weil ich gestillt habe und die Versorgung des Babys oberste Priorität hat) und mit Sport, dass das schneller geht. Ich muss auch zugeben, dass ich von der Veranlagung her gute Startbedingungen habe: In meiner Familie sind die meisten recht schlank und ich war auch nie besonders dick. Aber es ist ja das, was man gewohnt ist, zu dem man wieder zurück möchte. Und das ist bei jedem anders.

 

Und was ist in dieser Zeit dazwischen? Ich habe mich ständig verglichen... Es ging bei mir sogar so weit, dass ich irgendwann ein echt ungesundes Verhältnis zu meinem Körper und dem Thema Ernährung und Sport entwickelt habe. Es geht halt nicht immer schlanker, schöner, fitter, definierter...

Also musste ich lernen, meinem Körper Zeit zu geben und ihn lieben.

 

Vergleiche dich nicht mit anderen Frauen. Jede Frau hat eine andere Ausgangsposition, andere Mankos oder sonstige Herausforderungen.

 

Liebe deinen Körper!

 

Er wird nie wieder so, wie vor der Geburt.

 

Die Haut am Unterbauch wird vermutlich immer weicher bleiben als bei Frauen, die keine Kinder haben. Aber dein Körper ist jetzt stärker!

 

Das wichtigste ist, dass wir fit im Alltag sind, genug Energie haben und ein starkes Immunsystem.

 

Und was das Gewicht betrifft: Es sagt so WENIG aus!

Ich hatte eine Klientin, die ich über 3 Monate persönlich begleitet habe. Sie hatte in der 1. Schwangerschaft 40kg zugenommen! Viel davon war Wasser, ein bisschen was hatte sie durch das Stillen abgenommen, aber auf 15-20 kg steckte sie fest.

Also half ich ihr, indem ich ihr einen Ernährungsplan aufgestellt und mit ihr Sport gemacht habe. Bei der Ernährung mussten wir vorsichtig sein und ein bisschen testen, was geht, denn sie hatten ihren 2. Sohn zu dem Zeitpunt noch gestillt. Aber wir hatten schnell den Dreh raus, wie sie gut abnehmen konnte und trotzdem genug Milch für ihr Baby hatte.

Sie hat in den 3 Monaten "nur" 6 kg abgenommen. Aber 13cm Bauchumfang verloren und 8cm an den Oberschenkeln!

 

Gewicht sagt so wenig aus! Ja, es kann ein guter Indikator sein um den groben Überblick zu behalten. Aber Muskelmasse ist schwerer als Fettmasse. Wenn du also anfängst Sport zu machen, könnte es sein, dass dein Gewicht erstmal hoch geht, weil du Muskelmasse aufbaust.

Achte eher auf deinen Umfang (und deinen Fettanteil, wenn du eine Waage hast, die das misst oder es regelmäßig von einem Trainer messen lässt).

 

Und dann liebe deinen Körper, arbeite mit ihm und vor allem: GIB DIR ZEIT! Dein Gehirn merkt sofort ob du mir innerem Druck, Stress und Ablehnung deinem Körper gegenüber da rangehst, oder mit Dankbarkeit für deinen Körper und Liebe!

Verfasst von Rebecca


Kommentar schreiben

Kommentare: 0