Positivers Denken - trotz Kinderalltag? - der Schlüssel zur Motivation

"Ja klar "positiv bleiben". Ich hatte heute schon 3 Kack-Windeln, wurde angekotzt von meinem Baby, 7 Mal meinem Älteren Kind die vollgepinkelte Unterhose gewechselt, weil es mit dem Trocken-Werden nicht klappt, die Wohnung geht im Chaos unter, wir haben nichts Frisches mehr anzuziehen und du erzählst mir was von positivem Denken?"


Ja okay, ich übertreibe ein wenig. Aber als Mama kann das schon mal etwas schwerer fallen, wenn man sich den ganzen Tag wie im Kindergarten fühlt.

 

Also wie kann ich positiv bleiben? Es gibt ja Tage, da fällt das gar nicht schwer, da ist alles entspannt. Aber ich rede hier von diesen anderen Tagen...du weißt welche ich meine ;-)

 

Zuerst einmal das Grundproblem unserer Gesellschaft, die unser Positives Denken blockiert: Wir sind auf Fehlerfindung programmiert. Das fängt ja schon in der Schule an: In der Klassenarbeit sind nur die Dinge markiert, die falsch sind. Dass wir alles richtig machen, wird von uns erwartet. Voll demotivierend! Man sagt ja auch "Wenn der Chef nichts sagt, hast du alles richtig gemacht." Man kriegt also nur Aufmerksamkeit, wenn man etwas falsch macht.

 

Du kennst das vielleicht von deiner ToDo-Liste. Wenn du dir 10 Dinge für den Tag vorgenommen hast, schaffst aber "nur" 9, wirst du dich am Ende des Tages vermutlich ärgern, dass du diesen EINEN Punkt nicht geschafft hast.

 

Aber warum drehen wir das ganze nicht um? Feier dich mal dafür, dass du 9 PUNKTE geschafft hast! Wie cool ist das denn?!

 

Oder kennst du diese Fitness-Tracker? 10.000 Schritte am Tag sollte man doch machen. Was machst du, wenn du am Abend Richtung Bett gehst und siehst, du hast "nur" 8056 Schritte geschafft. Rennst du dann nochmal ums Haus rum oder legst du dich hin und bist stolz auf dich, dass so 8056 Schritte geschafft hast?

 

Wir dürfen lernen uns wieder über die kleinen Dinge zu freuen und kleine Erfolge zu feiern!

DAS IST MOTIVIEREND!

Mein 2. Schlüssel zu einem Positiven Denken ist DANKBARKEIT!

 

Wir machen uns leider viel zu selten bewusst, dass wir für sooooo Vieles Dankbar sein können. Es ist so ein Privileg so viel zu essen zu haben, gesunde Kinder zu haben, eine funktionierende Partnerschaft, einen tollen Beruf oder zumindest genug Einkommen, tolle Freunde, Kinder, die nicht nur meckern, sondern zwischendurch auch echt süß und lieb sind. Riesige Wohnungen oder Häuser (im Vergleich zu den meisten anderen Orten dieser Welt).

 

Und wenn nicht alles auf dich zutrifft in dieser Liste, dann doch bestimmt ein paar Punkte und andere, die ich nicht genannt habe.

 

Oft vergessen wir allerdings im Alltag bewusst für all das Dankbar zu sein, sondern sehen vorwiegend die Dinge, die uns ärgern, stressen, die wir gern anders hätten, was uns an unserem Partner nicht passt etc.

Ich nehme mich da gar nicht raus, so schnell passiert mir das auch immer wieder.

 

Auch hier ist Routine eine unglaubliche Hilfe. Jeden Morgen, wenn du dir die Zähne putzt, könntest du dir z.B. ganz bewusst vor Augen halten, wofür du heute Dankbar bist. Für eine tolle Nacht? Oder, dass du 3 Stunden am Stück schlafen konntest? Die Sonne? Den Regen, den die Ernte braucht? Dein hübsches Gesicht? Deinen tollen Vorbau? Oder deine Beine? Was magst du gerne?

 

Oder führe ein Dankbarkeitstagebuch. Schreibe jeden Tag 5 Dinge auf, für die du dankbar bist. Nicht nur Umstände, sondern auch an deinem Partner, deinen Kindern und dir selbst.

Der Fokus verändert sich hierbei. Und plötzlich ist es viel einfach positiv zu bleiben und sich nicht runterreißen zu lassen, von allem, was gerade nicht so gut läuft.

 

In unserem Gehirn werden, wenn wir Dankbar sind, ganz andere Schalter umgelegt und ganz andere Hormone im Körper freigesetzt. Das führt dazu, dass wir besser gelaunt und positiver sehen.

 

Probiere mal eine Woche lang die kleinen Erfolge zu feiern und dir täglich ganz bewusst zu machen, wofür du dankbar bist.

Verfasst von Rebecca


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