Wie "verkaufe" ich meinen Kindern gesunde Ernährung

Wer kennt das nicht? Du bereitest eine leckere gesunde Mahlzeit zu und die Kinder rufen lauthals "Ich will das nicht essen! Ich will Brot/Nudeln/etc!"

 

Also wie kriegen wir das Gesunde Essen in unsere Kinder rein?

 

Ich habe mich heute mit einer Freundin unterhalten, die vor ca. einem Jahr ihre Ernährung umgestellt hat. Ihre Kids sind jetzt 7, 4 und 1. Gerade die Großen wissen somit auch, wie Essen schmeckt, dass dann doch mehr Fett und Zucker enthält, als ihnen gut tut. Was das Essen natürlich aber auch super lecker macht!

Ein paar dieser Tipps stammen von ihr.

 

1. Von Anfang an

Am einfachsten ist es natürlich, wenn wir es den Kindern von Anfang an angewöhnen. Dann werden ihre Geschmacksknospen nicht auf die Geschmäcker des ungesünderen Essens eingestellt, sondern direkt auf das, was ihnen gut tut.

 

Denn an dem, was unsere Geschmacksnerven als erstes kennen gelernt haben, messen wir alles, was danach kommt. Deswegen dauert es auch länger, bis wir unseren Geschmack verändert haben.

 

Ich habe mit meinen Kids selten Diskussionen was z.B. Gemüse angeht. Die mögen es einfach gern, weil es von Anfang an Hauptbestanteil unserer Mahlzeiten ist.

 

2. Das Auge isst mit

"Oh Mama, gibt es schon wieder so hässliches gesundes Essen?" (das ist ein reales Zitat). Ja, was will man dazu sagen? Wir essen ja an sich auch lieber Essen, das hübsch aussieht.

 

Ich weiß, grüne Bohnen sehen nicht so einladenend aus, wie schön gedrehte Nudeln.

 

Aber bei Muffins kann man doch nachhelfen oder?! Leckere Muffins mit geriebenem Apfel, Möhre, Mandelmehl, Eiern etc., die müssen ja nicht langweilig aussehen, sondern dürfen gerne ein bisschen Creme on top bekommen und Beeren.

 

3. Kinder in die Essenszubereiteung mit einbeziehen

Wenn mein Sohn mithelfen darf, isst er gefühlt die doppelte Menge :-D

 

Die meisten Kinder lieben es, in der Küche mitzuhelfen. Ich weiß, es ist anstrengender, wenn die Kids dabei sind und es dauert auch viel länger. Aber nehmt sie in den Prozess mit rein.

 

Lasst sie die einzelnen Zutaten probieren oder mal berühren. So macht es viel mehr Spaß und die Kids bekommen ein Verständnis von Lebensmitteln und sehen, dass es nicht nur fertige Gerichte gibt, sondern auch Möhren, Linsen, Tomaten etc.

4. Lass dich von Ergebnissen motivieren dran zu bleiben

Meine Freundin hat mir erzählt, dass sie sofort merkt, dass das Immunsystem der Kinder viel stärker ist und die viel seltener oder fast gar nicht mehr krank werden.

 

Wenn die Kinder dann eine Diskussion starten, warum sie denn das Gesunde essen sollen und nicht was anderes dürfen, erklärt sie ihnen einfach: "Weißt du, jedes Mal, wenn du etwas Ungesundes isst, schwächst du dein Immunsystem. Vielleicht wirst du nicht sofort krank, aber dein Immunsystem bleibt nicht so stark. Und es ist doch schön gesund zu sein?!"

 

5. Konsequent sein

Du weißt als Mama besser, was deinem Kind gut tut. Wenn du kurzfristig vielleicht Stress hast, das umzusetzen und durchzuziehen und dich mit den protestierenden Kindern auseinandersetzen musst, so hast du doch langfristig gesehen deutlich weniger Stress mit kranken Kindern.

 

Du tust deinen Kindern keinen Gefallen, wenn sie ständig einen Lolli im Mund haben oder Kekse bekommen. Ich war neulich schockiert, als ich mit einer Freundin auf dem Spielplatz war: 2 andere Mütter kamen an und packten erstmal einen ganzen Beutel mit Süßigkeiten aus. Nachdem die Kinder sich dann vollgefutter hatten, sind die spielen gegangen. Kamen aber immer wieder zwischendurch an, um was nachzuschieben. 

 

Auf dem Rückweg fragte ich sie, ob das immer so liefe. Sie meinte: "Ja, das ist eigentlich Standard. Verrückt oder?!"

Und die meisten Eltern machen das ja nur, weil sie ihre Kinder lieb haben und ihnen einen Gefallen tun möchten.

 

Glaub mir: Du schadest deinem Kind mehr, als dass du ihm einen Gefallen tust! Nicht nur, was Süßigkeiten angeht.

 

Was hättest du gern, das dein Kind für ein Immunsystem, Gesundheit oder Körperform hätte? Wäre es nicht sinnvoll, wenn du deinem Kind vorlebst und es dabei unterstützt, genau das auch zu erreichen?

 

Wenn du verstehst, was die unterschliedlichen Lebensmittel in unserem Körper bewirken, wird es dir viel leichter fallen, es auch konsequent umzusetzen.

Also tue deinen Kindern den Gefallen und erziehe sie auch verantwortungsbewusst in dem Punkt.

 

 

Ich weiß: Kein spaßiges Thema. Aber es beschäftig die meisten von uns fast täglich. Also hoffe ich, dass ich dich inspirieren konnte, wie du damit in Zukunft umgehen kannst.

Verfasst von Rebecca


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Kommentare: 1
  • #1

    Martin Hillemeyer (Montag, 18 November 2019 12:44)

    So sollte es sein.
    Vermutlich: Wenn junge Mütter sich bereits in der Schwangerschaft gesund und vielseitig ernähren, erhalten die ungeborenen Kindern schon im Mutterleib eine stoffliche Vielfalt; jedenfalls meine ich, dass dies für die Stillzeit gilt.