Emotionaler Heißhunger und intuitives Essen

Dass Diäten nicht funktionieren belegen sogar Studien und Bücher. 

Ich habe ständig Heißhunger und kann somit auch nicht die Ernährung so umstellen, wie ich es gern hätte. Kein Wunder, dass man da schnell die Hoffnung aufgibt. 

 

Ich habe mich in letzter Zeit viel mit dem Thema Intuitives Essen und emotionaler Heißhunger befasst und möchte euch meine Learnings daraus zusammenfassen.

 

Wir alle kennen das: Wenn man etwas nicht darf, will man es umso mehr.

 

Wenn du dir also bestimmte Lebensmittel verbietest, passiert nichts anderes in deinem Kopf: DU WILLST SIE ESSEN!!!

 

Aber was steckt dahinter?

Woher kommt eigentlich der Heißhunger? In manchen Fällen kommt er daher, dass dem Körper tatsächlich etwas Bestimmtes fehlt. In ganz ganz vielen Fällen aber auch nicht.

 

Wusstest du, dass unser Emotionales Befinden sich enorm auf unser Körpergefühl und unseren Hunger auswirkt? Wenn ich traurig bin, esse ich gern Schokolade. Ist ja logisch, denn das ist ein Bedürfnis, das ich gerade stillen kann. Im Gegensatz zu dem, dass das Problem vielleicht eigentlich ausgelöst hat.

 

Und hier woher ständiger Heißhunger tatsächlich kommen kann:

  • negative Denkmuster
  • Alltagsstress
  • unerfüllte Bedürfnisse
  • Kindheitstrauma
  • Vergleich
  • Sportzwang
  • hungern
  • Diätstress
  • Selbstzweifel
  • negatives Selbstbild
  • ständig kreisende Gedanken

 

Diese Faktoren kannst du gar nicht durch Diäten kontrollieren. Sie sind auch meist viel stärker, als der Wille etwas an deiner Ernährung oder deinem Körper zu verändern. Insbesondere weil sie meist unbewusst ablaufen.

 

Was also machen? Folgende Möglichkeiten hast du, um das wieder in den Griff zu kriegen:

  • intuitives Essen (darauf gehe ich gleich nochmal mehr ein)
  • mentales Training
  • positives Selbstbild entwickeln
  • Vertrauen in deinen Körper
  • Wohlfühlen-Bewegung (dazu auch gleich nochmal mehr)
  • Selbstvertrauen
  • Freie Gedanken
  • Positive Denkmuster
  • Heilung
  • Achtsamkeit
  • Erfüllte Bedürfnisse
  • Dankbarkeit

 

Suche für dich Möglichkeiten, wie das zuerst dein Fokus wird. Vielleicht fühlst du dich danach ja schon so wohl in deinem Körper, dass du gar nicht mehr den Druck hast, eine bestimmte Ernährung zu verfolgen.

 

Intuitives Essen:

Wie oft essen wir aus Langeweile oder Stress? Oder weil der Teller ja noch nicht leer ist? Weil es höflich ist? Oder weil es einfach mega lecker ist? Wie oft essen wir weiter, obwohl wir eigentlich schon satt sind? Oft merken wir das ja auch nicht, weil wir nicht mehr so auf unser Körpergefühl achten oder gestresst sind (was mit Kindern ja durchaus am Tisch mal vorkommt).

 

Was nun? 

Ich glaube der 1. Schritt ist, dass wir mal wieder anfangen wahrzunehmen, was unser Körper uns sagen möchte. Wenn er satt ist, aufhören zu essen. Wenn er Hunger hat, etwas essen (hier auch nicht erst, wenn der Magen knurrt und brummt und wir vor dem Kreislaufkollabs stehen, sondern der natürliche Hunger. Ich weiß, das braucht Übung, bis man das unterscheiden kann.) 

Und dann auch das essen, worauf er Hunger hat. 

 

Ist dann nicht die Gefahr, dass ich immer nur Trost mit Nuss-Nougat-Creme oder Kekse esse? - Ich glaube nicht. Das machst du max. ein paar Mal und merkst dann, dass das eigentlich nicht das ist, was die Körper dir versucht zu sagen. Und weißt du was: Probier es aus! Ohne dich zu verurteilen. Die Erkenntnis danach kann ich dir gar nicht beschreiben. Die erlebt du am besten selbst.

 

Aber was ist, wenn ich dann immer Salat essen muss? Ganz ehrlich: Mein Körper signalisiert mir fast nie, dass ich Salat essen sollte. Sorry, aber für mich ist es total unbefriedigend nur Salat zu essen. Für meinen Mann ist das anders und da ist voll in Ordnung. Jeder Körper ist da anders.

 

Wenn du die Emotionalen Faktoren in den Griff kriegst, kannst du dir natürlich Wissen darüber aneignen, wie unterschiedliche Lebensmittel sich auf deinen Körper auswirken. Da kannst du dir gern meinen Ernährungs-Aktionsplan anschauen. 

Der bringt dir aber nicht viel, wenn deine Emotionen dir immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen.

Und jetzt zum Sport bzw. deiner Wohlfühl-Bewegung:

Machst du einen bestimmten Sport, weil alle dir suggerieren, dass du damit am besten abnimmst/zunimmst/Muskeln aufbaust/Fett abbaust/etc.?

 

Viele gehen joggen, weil man das ja so machen "muss", wenn man abnehmen will. 

BULLSHIT!

Ich mag joggen ganz und gar nicht.

 

Hast du Hemmungen Gewichte zu stemmen, weil du dann zu maskulin aussehen würdest? 

BULLSHIT!

 

Machst du Yoga, weil man das machen "muss" für die Körperwahrnehmung, Dehnfähigkeit und Achtsamkeit?

BULLSHIT!

 

Worauf hast du Lust? Bei welcher Bewegung fühlst du dich wohl?

 

WENN DU NICHT WÜSSTEST, WELCHE BEWEGUNG WELCHE WIRKUNG ERZIELT, WIE WÜRDEST DU DICH DANN BEWEGEN?

 

Wir dürfen lernen wieder auf unseren Körper zu hören. Vielleicht gibt er uns aus einer Mangelerscheinung heraus (körperlich oder emotional) eine Zeit lang Fehlsignale. Aber langfristig weiß unser Körper meist was er braucht.

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