Affirmationen - die Macht deiner Worte

Unser Gehirn ist mächtig! Also sollten wir lernen, es zu unserem Vorteil zu nutzen.

 

Gedanken kommen und gehen und bestimmen großteils unseren Tag. Es regnet, wir denken daran, dass unsere Pläne für den Tag nicht aufgehen, das ärgert uns, dieser Ärger führt dazu, dass uns andere negative Gedanken kommen und die Abwärtsspirale geht los.

 

Oder um noch ein Beispiel zu machen: Planst du, was du denken wirst, bevor du in den Spiegel schaust? Die meisten eher nicht, oder?! Und bei uns Frauen ist es dann klassischerweise automatisch so, dass unser Blick auf die Stellen an unserem Körper fällt, die wir nicht mögen. Bei Männern ist das anders, das habe ich auch noch nicht verstanden - aber es ist schon fastzinierend, dass die sich fast immer einfach nur unfassbar attraktiv finden! Eigentlich will ich das für mich auch!

 

Jetzt ist es doch ein trauriges Leben, wenn wir immer unseren Gedanken und Emotionen ausgeliefert sind und diese unser Leben bestimmen.

 

Aber es gibt einen Weg, wie wir kontrollieren, was wir denken und fühlen: Durch Affirmationen - das Ausprechen der Dinge, wie wir sie haben wollen. Das ist ein wenig wie Gehirnwäsche , aber gute Gehirnwäsche! Wenn die Medien unser Gehirn schon unbewusst waschen und so manipulieren, dass wir denken, wie sie es uns sagen, dann können wir das doch auch aktiv tun und zwar in eine Richtung, die WIR bestimmen!

 

Das sieht so aus: Ich überlege mir, wo ich gerne Veränderung in meinem Denken haben möchte. Z.B. möchte ich gerne ausgeglichen und geduldig sein (denn das bin ich von Natur aus nicht gewesen). Also sage ich mir jeden morgen laut: "Ich bin ausgeglichen und geduldig." Das mache ich so lange, bis ich es wirklich glaube und glaub mir: Ich bin seit ich das mache tatsächlich ausgeglichener und geduldiger geworden. Ich musste mir das nur oft genug sagen. Anfangs war es vielleicht mehr Schein als Sein, aber mit der Zeit wurde das zu einem Teil von mir.

 

So habe ich morgens eine ganze Liste, mit der ich in den Tag starte, das ist Teil meiner Morgenroutine. Ich spreche jeden Morgen verschiedene Dinge laut aus, die ich oft im Stress nicht bin oder habe oder wo ich falsche Glaubenssätze habe.

 

Glaubenssätze sind Sätze, denen wir tief in uns drin glauben schenken. Oft sind sie geprägt von unserer Kindheit. Z.B. Wenn dein Vater dir ständig das Gefühl gegeben hat (ob er es nun ausgesprochen hat oder nicht), dass du nichts wert bist und eh nichts großartiges erreichen wirst, dann glaubst du das vermutlich immer noch von dir. Dann darfst du dir jeden morgen sagen: "Ich bin wertvoll und ich erreiche alles, was ich will"! (Das darfst du auch gern in definierten Zielen formulieren)

Oder aber, wenn du in der Schule eine Außenseiterin warst und keiner mit dir spielen wollte, dann kann es sein, dass du immer noch tief in dir glaubst: Ich gehöre nicht dazu, bin ungeliebt und ungewollt. Auch da darfst du dich einer guten Gehirnwäsche unterziehen. Denn es stimmt nicht! Das schöne ist ja: Wer bestimmt was wahr ist und was nicht? Das entscheidest alleine du! Der, dem du glauben schenkst, bestimmt deine Wahrheit. Du darfst deine Wahrheit über dich selber entscheiden und man kann sich verändern, glaub mir!

 

Wenn das dann vielleicht schon etwas besser bei dir klappt, kannst du die Affirmationen in akute Situationen mit reinnehmen. Z.B. spitzt sich gerade das Stresslevel mit den Kindern zu. Da könntest du so reagieren, wie sonst auch oder aber du sagst dir in dem Moment: "Ich bin ausgeglichen und geduldig." und dann guckst du mal, wie du reagierst.

 

Für mich war es so wertvoll zu verstehen, dass ich nicht abhängig von den Umständen bin. Ich bin nicht wie ein Schiff, dass vom Wind hin und her getrieben wird. Ich habe jederzeit selber die Wahl, wie ich reagiere und mich verhalte. Umstände sind neutral, die Frage ist, was wir daraus machen. 

 

Es ist interessant zu beobachten, gerade im letzten Jahr mit der Corona-Pandemie, wie unterschiedlich Leute reagieren. Es gibt Leute, die machen sich ernsthaft Sorgen um ihre Existenz und denen geht es oft noch so gut. Ich kenne einige solcher Leute. Und dann gibt es welche, die haben Depressionen bekommen und die kommen mit dem Leben nicht mehr klar, obwohl sie ihren Beruf noch haben, ihre Beziehung noch soweit intakt ist, augenscheinlich nichts dramatisches passiert. Oder es gibt Leute, die ein "Traumleben" (gesunder Körper, intakte Familie, viel Geld...) haben und die so fertig sind. Und dann wieder welche, die körperlich behindert sind, wenig finanzielle Mittel haben und ein Leben, wo viele vermutlich nicht wüssten, wie sie es führen würden, die glücklich und erfüllt sind.

Hier sieht man, dass es nicht die Umstände sind, die das Leben schön oder schlimm machen, sondern die Art, wie wir darauf reagieren.

 

Und Gott sei dank, können wir entscheiden, wie wir reagieren und wie wir einer Situation gegenüber empfinden und was wir daraus machen.

 

Unser Gehirn ist mächtig! Lass uns lernen, es für uns zu nutzen!

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Kommentare: 2
  • #1

    Mara (Dienstag, 09 März 2021 06:09)

    Mega toller Beitrag und so wahr. Muss auch gleich damit starten. Gibt es ein Limit an Sätzen/Affirmationen, die man sich täglich aufsagen soll, damit man das aufnimmt? Bsp. nur die wichtigsten 3 Affirmationen oder spielt das keine Rolle?

  • #2

    Rebecca (Dienstag, 09 März 2021 15:40)

    Hey Mara, da habe ich keine konkrete Antwort. Ich habe 10-15 Sätze, die ich für mich aufsage. Was die Wirksamkeit verstärkt, ist das Visualisieren dieser Aussagen. Also sich wirklich vorstellen, wie es ist, wenn man dieses Ziel erreicht hat und wie es sich anfühlt. Ich war so überrascht, als ich dann ein Jahr später feststellte, dass sich die meisten meiner Affirmationen in Realität umgesetzt haben.