Die wichtigsten Tipps für die Geburt

Während der Geburt meines ersten Kindes fragte ich meine Hebamme irgendwann: "Mache ich alles richtig? Sag mal, was ich anders machen soll." Und sie saß total entspannt am Rand und sagte "Dein Körper macht das schon. Du machst alles richtig. Einfach entspannt so weitermachen." (Und sie war kein unerfahrener Anfänger, sondern Chefin und schon ewig dabei und super erfahren. Tolle Frau!!)

 

Aber du merkst worum es geht: Geh einfach mit deinem Körper mit, entspann dich, du kannst das!

 

Wie du dich im Vorfeld vorbereiten kannst, damit dir die Geburt leichter fällt:

 

1. Studien haben gezeigt, dass Datteln sich sehr positiv auf den Geburtsverlauf auswirken. Gerade auf Punkte wie, das rechtzeigtige einsetzen der Wehen (nicht zu früh oder zu spät). Dafür kannst du in den 1-2 Monaten vor der Geburt täglich 3-6 Datteln essen. Ich esse am liebsten die Medjoul oder Mazafati Datteln, die sind schln saftig. Ich schneide sie auf, nehme den Kern raus und schmiere mir Mandelmus da rein. Mmmmh, super lecker!

 

2. Übe in den 4-6 Wochen vor der Geburt den Beckenboden zu lockern. Stell dir vor du wolltest deine Körperöffnungen an deiner Körpermitte (Harnröhre, Vagina, After) öffnen und ein wenig rausschieben nach unten. Lass dabei deinen Kiefer locker, der ist nämlich mit dem Beckenboden verbunden. Und dann kannst du dabei tönen: Atme aus und gib die Laute "a" oder "o" von dir. Ziehe sie in die länge, dadurch kannst du dem Beckenboden umso mehr Weite nach unten hin geben. Genau das brauchen wir für die Geburt!

 

3. Habe keine Angst vor der Geburt. Ich verstehe, dass das sehr angsteinflößend sein kann und eine Geburt ist super anstrengend. Aber Ängste sorgen zu Verspannungen und die zu Schmerzen. Also lass locker. Frauen machen das schon seit tausenden von Jahren. Dein Körper ist dazu gemacht das zu schaffen. Du schaffst das! Lass dir keine Angst machen von den Horrorgeschichten, die viele Frauen erzählen. Ich muss sagen, dass ich sie teilweise unterbinde. Wenn eine Mütter mit all ihren Horrorszenarien anfangen, habe ich sie schon oft unterbrochen, als ich schwanger war und gebeten mir das nicht zu erzählen. Was soll mir das denn bringen? Das macht mir doch nur Angst und Panik. Natürlich sollen wir nicht fahrlässig sein oder unbedacht. Aber Panikmache und Stress? Das kann nicht gut gehen. Du darfst Respekt vor der Geburt haben, aber bitte keine Angst. Dein Körper kann das! Ich hatte mir dazu einige Sätze aufgeschrieben und vorbereitet, sodass ich sie unter den Wehen griffbereit habe und mir selber sagen konnte, dass ich das schaffen werde und dass alles gut gehen wird. Dass ich entspannt und ruhig bin.

Sieh es so: Deine Gebärmutter ist ein Muskel und der arbeitet. Wenn Muskeln richtig hart arbeiten, kann das richtig anstrengend sein, aber es muss nicht schmerzhaft sein. Mir hat dieses Bild geholfen nicht in Panik zu geraten. Denn ganz ehrlich: Das ist etwas neues und ungewohntes. Sowas macht der Körper nicht ständig. Aber es sind nur Muskeln die arbeiten. Angst ist es meist, die es in Schmerz verwandelt. Das schöne an einer Geburt ist: Das Ende ist absehbar. Kein Baby ist bisher drin geblieben. Es sind paar Stunden der Erlösung!

 

4. Spaß bei der Geburt hilft ungemein. Ich habe, Gott sei dank, einen sehr witzigen Mann mit viel Humor. Wir haben, als wir zur 2. Geburt im Geburtshaus waren so viel gelacht. Er hat mich so zum lachen gebracht, dass die Hebammen schon rein kamen und fragten, ob wir schon entbinden oder nur lachen. Das war echt witzig!

 

5. Mach dir eine Playlist bereit: Entweder etwas, dass dir Laune macht, wo du tanzen kannst und locker wirst. Oder etwas, wo du entspannen und runter kommen kannst, Ängste loslassen kannst, Muskeln lockern kannst. Am besten bereitest du beides vor und schaust wonach dir ist.

 

Und dann genieße dein Baby! Genieße das neue Leben! "Das Produkt eurer Liebe"- würde mein Mann jetzt sagen :-D

Genieße es, wieder auf dem Bauch zu liegen! Bestell dir Sushi! Feiere, dass ihr das geschafft habt und sei stolz darauf!

Du bist eine Mutter! Du wurdest dazu geschafften! Du bist stark und mutig! Und du machst das großartig!

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